Dienstag, 30. Juli 2013

Doktorenhatz in Deutschland

Das nächste Halali ist geblasen, die nächste Doktorarbeit ist im Visier. Ob die Anschuldigungen richtig sind oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Interessant finde ich nur , dass in unserem Land sehr viel geistige Energie darauf verwendet wird, um anderen einen Fehler nachzuweisen und ihn zu demontieren. Es betrifft mit Herrn Lammert und auch Frau Schavan Personen, die unbestreitbar in ihrem Leben sehr viel für unser Land geleistet haben. Diese Leistungen sind unabhängig von irgendwelchen Ungenauigkeiten in Doktorarbeiten die vor fast 40 Jahren geschrieben wurden. Diese Personen stehen doch nur deshalb im Fokus der selbsternannten "Dissertationsprüfer", weil sie im Licht der Öffentlichkeit stehen. Stellt sich doch die Frage, wie viele Doktorarbeiten derart scharfen Prüfungen zum Opfer fallen würden. Wie viele haben vielleicht in der langen Zeit als Doktorand irgendwann nicht ganz hundertprozentig gearbeitet. Sind deswegen die Leistungen, die sie in ihrem weiteren Leben erbracht haben wertlos? Ist es vielleicht für einen jungen Menschen eher eine Bombe die er in seine berufliche Karriere legt, wenn er eine Doktorarbeit schreibt, weil er irgendwann damit rechnen muss, wenn er jemandem unbequem wird, dass man seine Dissertation prüft und eventuell etwas findet, worüber man ihn stolpern lassen kann? Zu guter Letzt frage ich mich wo die Verantwortung der Doktorväter bleibt, die doch die Aufgabe haben ihre Doktoranden zu führen und ihre Arbeitsweise zu überwachen. Eine Dissertation wird doch geprüft und benotet. Welche Masstäbe sind da anders, als in einer Prüfung nach einem Plagiatsvorwurf?
Das ganze Prozedere ist für einen normal Sterblichen bald nicht mehr nachzuvollziehen.
Wir sollten uns besinnen und die uns zur Verfügung stehende Intelligenz dafür verwenden unsere vielfältigen Probleme, die unsere Lebensgrundlagen bedrohen, lösen. Doch wir sägen lieber zum eigenen Machterhalt gegenseitig an unseren Stühlen.
Es gibt, so meine ich, auf der Erde kein Lebewesen mit so hoher Intelligenz wie der Mensch, dass mit so hoher Konsequenz seinen eigenen Lebensraum zerstört. Eines Tages wird die Natur die Schnauze von uns voll haben und uns vom Planeten wischen........dann ist es auch wieder schön.

Montag, 29. Juli 2013

Kein Autocorso für Europameisterinnen?!?

Die Deutsche Frauenfußballmannschaft hat die Europameisterschaft gewonnen. Schön! Glückwunsch!.
Hätten die Männer die Europameisterschaft gewonnen, hätte in Deutschlands Städten der Bär getobt und feiernde Fans wären hupend und Fahnen schwenkend durch die Straßen gefahren. Gestern war es dagegen peinlich ruhig. Schade!
Gut ich bin auch nicht hupend durch die Straßen gefahren. Das habe ich noch nie gemacht. Vielleicht sollte ich es mal tun......wenn das nächste mal die Nationalmannschaft der Frauen einen Titel holt....kommt eh öfter vor als bei den Männern......

Das Gespenst der "unbesiegbaren Bayern" entzaubert!

Lange stand es schon in den Köpfen der Fans der Bundesligaanhänger wir eingemeiselt, dass in der nächsten Saision der Deutsche Meister gesetzt ist. Die Bayern machen dass und es wird um Vizemeister und Plätze für die internationalen Wettbewerbe gespielt. Gerade rechtzeitig zum Saisonbeginn würde dieser Nymbus durch eine toll kämpfende Dortmunder Mannschaft entzaubert. Pep Gardiola kann auch nur mit Wasser kochen und alles neue ist nicht immer unbedingt besser. Beim Interwiew mit Jupp Heynckes im Aktuellen Sportstudio wurde ganz deutlich, welche Beziehung zwischen Heynckes und der Mannschaft bestanden hatte. Es waren seine Jungs und seine Jungs waren bereit für ihren Vater alles zu geben. Dieses Trainer zu Spieler Verhältnis hat schon in der Vergangenheit zu Erfolgen geführt. Als 2007 Stuttgart Meister wurde war das Verhältnis zwischen Armin Veh und der Mannschaft ähnlich. Eine sehr junge Mannschaft hatte eine Vaterfigur, für die sie bis zum umfallen kämpfte. Meiner Meinung war Stuttgart damals nicht die beste Manschaft der Liga, aber die mit einem brillianten Kampfgeist, die Spiele oft noch in letzter Sekunde gewannen.
Ob es Gardiola gelingt seine Philosophie mit der Mannschaft umzusetzen, wird die nächste Saison zeigen. Es besteht durchaus die Gefahr, dass diese Ansammlung von Stars nicht zu einer Mannschaft zusamenwächst, sondern lauter Einzelkämpfer versuchen sich zu profilieren, wird es mit dem Erfolg recht schwierig.
Fazit des Supercupspiels ist, dass die Bayern durchaus zu schlagen sind und sich hoffentlich möglichst alle Mannschaften der Liga nicht mehr durch die herbeigeredete "Übermacht" der Bayern schrecken lassen.
Die Meisterschaft kann durchaus noch spannend werden.